PSF 101

1020 Berlin

Ein besonderer Kurierdienst der DDR

Ein Bericht von Dr. Dieter Kretzschmar,
in 2. Auflage bearbeitet von Peter Fischer

Schriftenreihe der Arbeitsgemeinschaft "DDR-Spezial" im Philatelistenclub Berlin-Mitte e.V.
zum Sammelgebiet DDR, Heft 4

64 Seiten mit farbigem Titelbild und 120 Abbildungen, DIN A 4 geheftet. Zu beziehen durch Dieter Oberschmidt, Wandlitzstraße 23, 16321 Schönow, mit schriftlicher Bestellung und beigefügtem Verrechnungsscheck oder Überweisung auf das Konto: Philatelistenclub Berlin-Mitte, Konto-Nr. 5892000001, Bankleitzahl 10090000, bei der Berliner Volksbank zum Preis von 12,- €, für Klubmitglieder 8,- €, bei Postversand zuzüglich 1,50 € Versandkosten.

Das Gebäude des Ministeriums für Auswärtige Angelegenheiten der DDR im Berliner Stadtzentrum existiert nicht mehr, es wurde abgerissen. An die Poststelle in diesem Hause aber erinnern bis heute Belege, für die sich auch die Philatelisten interessieren: Es ist dies eine Art Dienstpost von Mitarbeitern ausländischer Vertretungen der DDR an Adressen in der DDR oder umgekehrt aus der DDR an Mitarbeiter in diesen Vertretungen.

Dafür gab es eine Kombination aus normalem Postverkehr innerhalb der DDR und Kurierdienst zwischen den ausländischen Vertretungen und der DDR. Das Postschließfach 101/1020 Berlin spielte dafür die Mittlerrolle.

Registriert wurde diese Post erstmals bereits 1986 im DDR-Universalkatalog. Doch die Forschungsergebnisse dazu waren bisher eher vage. Dr. Dieter Kretzschmar legte im Jahre 1999 mit dieser Broschüre erstmals eine fundierte Ausarbeitung vor, die Grundsätzliches klärte, wenn auch Einzelfragen weiter offen blieben.

Die Neuauflage der Schrift von 1999, die seit längerem vergriffen war, bringt wichtige neue Erkenntnisse und eine durchgehende Überarbeitung des Inhalts. Nachdem unlängst eine von 1986 stammende „Richtlinie für den Transport der Privatpost zwischen dienstlich im Ausland weilenden Bürgern der DDR und Empfängern bzw. Absendern in der DDR“ gefunden wurde, kann das System der verwendeten Codenummern als weitestgehend entschlüsselt gelten. Ein Vorschlag zur Bewertung der Belege ist enthalten, ebenso eine Liste der Postschließfachnummern für die DDR-Vertretungen in den einzelnen Ländern.

An der Neuauflage haben eine ganze Reihe von Sammlern dieses Gebiets durch Informationen und Belegvorlagen mitgewirkt. Dennoch sind noch immer nicht alle Kenntnislücken geschlossen und es besteht weiterer Forschungsbedarf.

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