Preußen
Feld- und Militärpost. Von den Anfängen bis 1866.

Herausgeber: Philatelistenclub Berlin-Mitte e. V. Verfasser: Claus Geißler.

278 Seiten DIN A 4, broschiert. Zu beziehen durch Dieter Oberschmidt, Wandlitzstraße 23, 16321 Schönow, Tel. 0 33 38 / 76 58 03, mit schriftlicher Bestellung und Überweisung auf das Konto: Philatelistenclub Berlin-Mitte e. V., Nr. 5892000001, BLZ 10090000, bei der Berliner Volksbank zum Preis von 36,- €, für Mitglieder des Philatelistenclubs Berlin-Mitte 24,- €, bei Postversand zuzüglich 2,00 € Versandkosten.

In diesem Heft wird zum ersten Mal die Entwicklung der Feld- und Militärpost in Preußen geschlossen dargestellt. Dabei reicht der Zeitraum sowohl vom Beginn der Herrschaft der Hohenzollern in der Mark Brandenburg als auch von den Anfängen des Deutschen Ordensstaates, aus dem das spätere Herzogtum Preußen hervorging, bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts. Versucht wurde in jedem Falle, den Zusammenhang mit den jeweiligen historischen Ereignissen und Geschehen darzustellen.

Auf Grund der geopolitischen Lage Preußens hatten von Anfang an militärische Ereignisse eine größere Bedeutung als in anderen Landschaften im Inneren Deutschlands.

Die Ausarbeitung beruht zum großen Teil auf vorhandenen Archivmaterialien, vor allem auf denen des Geheimen Staatsarchivs Preußischer Kulturbesitz Berlin-Dahlem, die vom Briefarchiv und den Folianten des Deutschen Ordens bis zu den modernen Ausarbeitungen von Dienstinstruktionen für das Feldpostwesen im 19. Jahrhundert reichen. Die unterschiedlichen Entwicklungsetappen des Feld- und Militärpostwesens und die dazu erlassenen Bestimmungen werden mit entsprechenden postalischen Belegen nachgewiesen.

Die ersten Spuren der preußischen Feldpost reichen zurück bis zum Ende des 15. Jahrhunderts, als bei kriegerischen Auseinandersetzungen an die Stelle der Lehensaufgebote die Landsknechts- und Söldnerheere traten, über das erste vorliegende schriftliche Zeugnis einer existierenden brandenburgisch-preußischen Feldpostorganisation aus dem Jahre 1659 in Form eines Stundenzettels für Feldpostillione, die erstmalige Verwendung der Bezeichnung „Feldpostmeister“ in einem preußischen Druckmaterial aus dem Jahre 1709 bis hin zur ersten preußischen Feldpostinstruktion aus dem Jahre 1715. Die Entwicklung wird weiter verfolgt durch die einzelnen Regierungszeiten der preußischen Könige und den Einsatz unterschiedlich großer preußischer Militärverbände in den verschiedenen militärischen Auseinandersetzungen und Kriegen, den Einsatz erster preußischer Feldpoststempel bis hin zu modernen Dienstinstruktionen für das Feldpostwesen. Dabei wird sowohl eine Reihe bereits bekannter Tatsachen teilweise neu bewertet als auch bisher Unbekanntes im jeweiligen zeitgeschichtlichen Kontext dargestellt.

Am Ende der Ausarbeitung wird ein Vorschlag zur Bewertung für die unterschiedlichen Feld- und Militärpostbelege unterbreitet.

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