Die FG der DDR-Dauerserie „Walter Ulbricht“ möchte sich Ihnen vorstellen.

Wir sind nicht normal!

Uns macht es Spaß den "Spitzbart" in gezackter Papierform in allen seinen Nuancen zu untersuchen, dabei Neues zu entdecken und gemeinsam zusammen zu tragen und erst einmal zu erfassen.

In der Vergangenheit wurde immer wieder geforscht, immer wieder irgendwo etwas aufgeschrieben und immer wieder alles mehr oder weniger vergessen. Und daraus eine für alle gleichgesinnten "Verrückten" (Entschuldigung) gemeinsame Plattform zu finden, innerhalb der „ArGe DDR-Spezial“, haben sich einige Sammlerfreunde der „Dauerserie Walter Ulbricht“ zusammen gefunden und sind aktiv geworden. Ergebnisse der Forschung werden immer zuerst bei unseren jährlichen Treffen für unsere Teilnehmer bekannt gegeben und dann ev. in unserem „Club-Journal“ veröffentlicht.

Regelmäßige jährliche Treffen zum Erfahrungsaustausch, Fachsimpeln und natürlich zum Tausch der Objekte der Begierde finden statt. Dazu können Sie hier informiert werden.

Wir möchten alle interessierten Sammler dieser Dauerserie zur Mitarbeit anregen. Viele Augen sehen mehr! Viele Köpfe wissen mehr! In mancher Sammlung schlummern noch zu entdeckende Spezialitäten. Wir fordern Sie auf, setzen Sie sich mit uns in Verbindung, schließen Sie sich uns an!

Aufgaben der Fachgruppe

Für den interessierten Sammler sei gesagt, Klischeetypen, Wasserzeichen, Ausgabeformen (Bogen, Rolle, Heftchen), Typenkombinationen aber auch Farben, Papiersorten und nicht zu vergessen die unterschiedlichen Randzudrucke von „DM“ über „MDN“ bis „M“ auf den Oberrändern und die verschiedenen Unterränder der Bogen bieten mehr als ausreichend Material für eine reizvolle Beschäftigung mit der Ulbrichtserie. Ja, sie dürfte die interessanteste Dauerserie überhaupt sein, die von der Post der DDR herausgegeben wurde.

Ziel aller Aktivitäten: ein umfassendes,
auf Belegmaterial gestütztes Handbuch

Aufgrund einiger Anfragen zu Ulbricht "Plattenfehlern" möchten wir folgende Informationen zu diesem Kapitel ausgeben.

Um über sogenannte „Plattenfehler“ zu sprechen, muss man als Spezialsammler etwas tiefer in die Materie eindringen. Die Pfennigwerte 5-80 Pf und die 1,-M aus der Rolle der Ulbricht Dauerserie wurden im Buchdruck hergestellt. Da es gerade bei diesem Druckverfahren häufig zu Druckabweichungen kommt und in den letzten Jahren die Jagd nach „Plattenfehlern“ immer mehr zunimmt, war in der DBZ Heft 24 und 25/97 von Gerd H. Hövelmann eine Abhandlung über die im Buchdruck hergestellten Marken der Posthornserie der BRD zu lesen. Für Sammler, die mit den unterschiedlichen Druckverfahren nicht so vertraut sind, möchten wir hier die wichtigsten Passagen wiederholen:

Beim Buchdruck stehen die druckausführenden Stellen erhaben auf der Druckform (daher auch die alternative Bezeichnung „Hochdruck“). Von diesen hochstehenden Stellen des Klischees, die durch Farbwalzen eingefärbt werden, nimmt das durch den Druckzylinder angepresste Papier die Farbe ab. Offensichtlich hat sich der Farbauftrag im Buchdruck mitunter nicht allein auf die erhaben gearbeiteten, druckausführenden Teile des Klischees beschränkt. Vielmehr haben sich überschießende Farbpartikel in den feinen Linien und Vertiefungen zwischen den hochstehenden Bildelementen des Klischees festgesetzt und so nach und nach kleine Brücken gebildet. Diese Brücken haben dann zusätzlich zu den erhabenen Bildteilen mitgedruckt und so entsprechende größere Farbverklecksungen in den Markenbildern verursacht. Es handelt sich bei den hier betrachteten Erscheinungen folglich im technischen Sinne um Druckformverunreinigungen, mithin um Druckzufälligkeiten. Die kleinen oder auch größeren Farbbrücken haben solange mitgedruckt, bis die betreffende Druckform wieder gereinigt wurde. Daraus folgt, dass derartige Farbausfüllungen praktisch bei jedem Markenfeld auftreten können. Ausschlaggebend für die Druckverschmierungen dürfte auch die Beschaffenheit der Druckfarbe gewesen sein.

Was bedeutet das für die Ulbrichtserie? Die massenhaft auftretenden Druckzufälligkeiten wie z.B. Glatzenpunkte, verstümmelte Buchstaben in der Schriftleiste müssten unter diesem Aspekt genau betrachtet werden, um somit eine Registratur von sogenannten „Plattenfehlern“ in Katalogen zu vermeiden.

Es kann auch nicht Aufgabe der Fachgruppe „Dauerserie Walter Ulbricht“ sein, Druckzufälligkeiten zu erfassen und zu bewerten.

Zusätzlich zu den geschilderten Ursachen für Druckabweichungen beim Buchdruck dürften Eigenschaften des Materials der Druckformen von Einfluß gewesen sein.

Zur Erinnerung, das „Handbuch für Abartensammler“ u.a. Literatur nennen Begriffe und geben Erläuterungen zu den Arten der Druckabweichungen, die teilweise unterschiedlich sind

Natürlich kommen auch etliche registraturwürdige Druckabweichungen vor. Hier die Spreu vom Weizen zu trennen gehört dagegen zu den Zielen und Aufgaben der Arbeitsgruppe.

Zum Schluss noch einige brennende Fragen:

Wie stehen Sie zum Umfang der Erfassung von Druckabweichungen und ihrer Bewertung? Welcher Meinung sind Sie zur Unterscheidung verschiedener Arten von Druckabweichungen oder ist für Sie nur die Druckabweichung selbst ohne Zuordnung von Interesse? Beachten Sie auf Bogenrändern Druckabweichungen?

Wie schätzen Sie die Möglichkeit und Zweckmäßigkeit ein, bei einigen Wertstufen der Buchdruckmarken Farbunterschiede zu registrieren.

Ihre Meinung interessiert uns!

Treten Sie mit uns in Kontakt

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Vorsitzender: zur Zeit unbesetzt
Schriftführer: Wolfgang Lemcke, Metzer Straße 19, 16928 Pritzwalk